Warum der Notrufknopf in der Schublade liegt

Viele Hausnotruf-Geräte werden bezahlt, installiert — und nicht getragen. Das ist kein Vernunftproblem, sondern ein Gestaltungsproblem.

Das Gerät ist da. Der Vertrag läuft. Die Kinder sind beruhigt. Und der rote Knopf liegt in der Schublade neben dem Ladekabel — seit Wochen. Wer Angehörige mit Hausnotruf hat, kennt diese Szene. Sie ist so verbreitet, dass man sie nicht als Einzelfall abtun kann.

Das ist kein Trotz — das ist eine nachvollziehbare Entscheidung

TODO: Abschnitt ausformulieren. Kernargument: Der Knopf am Handgelenk oder um den Hals erzählt jeden Tag eine Geschichte — “ich bin ein Risiko”. Wer ihn ablegt, legt die Geschichte ab, nicht die Vernunft. Ggf. Studien / Erfahrungsberichte zur Nicht-Nutzung von Hausnotrufgeräten ergänzen (TODO: Quellen prüfen).

Was Hörgeräte und Brillen anders gemacht haben

TODO: Den Vergleich ausarbeiten: Brillen wurden vom medizinischen Gerät zum Accessoire; bei Hörgeräten hat Design (und Unsichtbarkeit) die Akzeptanz verändert. Was davon ist auf Notrufsysteme übertragbar?

Woran man ein Hilfsmittel erkennt, das getragen wird

TODO: Kriterien ausformulieren — Gliederungsidee:

  • Es sieht aus wie ein Gegenstand, den man sich aussuchen würde.
  • Es passt zur Person, nicht zur Diagnose.
  • Es funktioniert, ohne dass man es erklären muss.
  • Es lässt sich in bestehende Gewohnheiten einfügen, statt neue zu verlangen.

Unsere These

Ein Hilfsmittel, das in der Schublade liegt, ist keins. Gestaltung ist deshalb keine Kosmetik, sondern Funktionsbedingung: Erst wenn ein Objekt gerne getragen oder benutzt wird, kann es schützen, stützen oder helfen. Genau dafür gibt es Studio Kann Leben.

TODO: Überleitung zu Produkten/Services konkretisieren, sobald das Produktsortiment wächst.